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Unsere Geschichte

Gegen Ende des zweiten Weltkrieges fanden einige Baptisten in Linz zusammen. Gemeinsame Bibelrunden begannen. Diese kleine Schar wurde alle zwei Wochen mit Predigtdienst und Seelsorge aus den Wiener Gemeinden betreut. Ab 1947 fanden Gottesdienste in der Räumen der Volksmission Linz statt. 1953 wurde das Grundstück in der Raimundstraße 20 gekauft und ein eigenes Versammlungshaus
konnte errichtet werden. 1960 wurde die Einführung eines vollzeitigen Pastors und die Selbständigkeit der Baptistengemeinde Linz gefeiert. Im März 1969 wurde das jetzige Versammlungsgebäude eingesegnet.

 

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Weltweit sind wir Baptisten eine mit über 100 Millionen Gottesdienstbesuchern der größten reformatorischen Freikirchen. In Österreich sind wir eher eine kleine Minderheit mit etwas über 20 Kirchengemeinden und ca. 1500 getauften Mitgliedern.

 

Wir können auf einige herausragende Persönlichkeiten in unseren Reihen
verweisen: neben Prediger Gestalten wie C.H. Spurgeon (19. Jh., London) und Billy Graham (USA) auch Politiker wie den Menschenrechtskämpfer Martin Luther King und den früheren Präsidenten Jimmy Carter, bis heute geachtet für sein weltweites
humanitäres Engagement. Auch in Österreich gab es einen Baptisten, der noch prominent werden könnte: Arnold Köster (1896-1960, ab 1929 Pastor in Wien). Er war, soweit wir wissen, der schärfste öffentliche kontinuierliche NS-Kritiker im Großdeutschen Reich.

 

Am 20.07.1998 wurde dem Bund der Baptistengemeinden in Österreich
als „Religiöse Bekenntnisgemeinschaft gemäß Bundesgesetz Nr. 19/1998“ eine eigene Rechtspersönlichkeit anerkannt.

 

Wir Baptisten stammen aus der Täuferbewegung der Reformation. Seit Ende des 17. Jh. hatte sich die Bezeichnung „Baptisten“ im Ursprungsland Großbritannien durchgesetzt. „Getaufte Gläubige in Christus“, so sprachen sie von sich selber. Die Baptisten werden zu den Freikirchen gezählt. Kennzeichen einer Freikirche sind der gelebte Christusglaube, die persönliche freie Entscheidung für eine Mitgliedschaft, die geschichtliche Freiheit von Einflüssen des Staates auf innere Angelegenheiten und die finanzielle Unabhängigkeit der kirchlichen Arbeit, die durch freiwillige Beiträge gedeckt wird.

 

Der Begründer des deutschen Baptismus ist der Kaufmann Gerhard Oncken, der sich 1834 in der Elbe taufen ließ. Sein bekannter Wahlspruch: „Jeder Baptist ein Missionar“ inspirierte viele junge Männer. In Österreicher folgte die erste formale Gemeindegründung 1869 in Wien.